Gänseblümchen – Bellis perennis

Das Gänseblümchen hat eine lange Tradition. Man sagt, man soll es mit ungesalzener Butter auf  schmerzenden Stellen auftragen.

Verwendet werden die Blüten und die Blätter. Das Gänseblümchen ist ein krampflösendes Wildkraut. Es wird innerlich verwendet bei Husten. Äusserlich findet es Verwendung bei Verletzungen, Augenentzündungen, Quetschungen, Brüchen und Krampfadern.

Anbau & Ernte

Das Gänseblümchen ist eine winterharte Kulturpflanze. Ein regelmässiges entfernen der welken Blüten verlängert seine Blütezeit. Geerntet werden die Blüten und Blätter im Frühjahr bis Sommer. Die Blätter nimmt man frisch für Abkochungen und Salben. Die Blüten für Salben und Aufgüsse.

gänseblümchen

Wiesenbärenklau – Heracleum sphondylium

Bei dieser Pflanze möchte ich vorab sagen, das es sehr schwierig ist sie von den anderen weissblühenden Umbelliferae zu unterscheiden. Viele von ihnen sind sehr giftig. Also ist beim Sammeln und Verzehr ein sehr grosses Risiko geboten. Im 16. Jh. wurde der Wiesenbärenklau bei Kopfschmerzen, schlechtem Gedächtnis und bei Unruhe verschrieben.

Die Gattung Heracleum ist nach Herakules benannt, der als erster ihre Heilkraft entdeckt haben soll.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Der Wiesenbärenklau ist ein aromatisches, beruhigendes, blutdrucksenkendes und schleimlösendes Wildkraut. Innerlich wird der Wiesenbärenklau verwendet bei Schwächezustand, Bronchitis und Kehlkopfkatarrh.

Anbau & Ernte

Der Weisenbärenklau ist eine winterharte Kulturpflanze, die keine Ansprüche an den Boden hat und die Sonne, aber auch den Halbschatten liebt. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr durch Aussaat.

Geerntet wird der Wiesenbärenklau vor der Blüte. Getrocknet wird er verwendet für Aufgüsse und Tinkturen.

HINWEIS: Bei Sonnenlicht ist der Wiesenbärenklau hautreizend!

wiesenbaerenklau

Johanniskraut – Hypericum perforatum

Um das Johanniskraut drehen sich viel Mythen und Legenden. Am 24.Juni, der Johannitag, werden seine Blüten über Bildern von religiösen Darstellungen angebracht. Es ist eine Pflanze mit grosser Heilwirkung. Johanniskraut hat ein rotes Pigment, das beim zerquetschen der Blüten heraustritt.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Johanniskraut ist ein bittersüsses, kühlendes, zusammenziehendes, nervenberuhigendes, entzündungshemmendes und heilungsförderndes Wildkraut.

Innerlich wird das Johanniskraut verwendet bei nervösen Spannungen, Wechseljahre, Angstzuständen, Bettnässen, Gürtelrose, Bindegewebsentzündung. Äusserlich wird es verwendet bei Verletzungen, Krämpfen, Verstauchungen, Quetschungen, Verbrennungen.

Anbau & Ernte

Das Johanniskraut ist eine winterharte Kulturpflanze. Sie liebt einen trockenen Boden, die Sonne aber auch den Halbschatten.Die Aussaat erfolgt im Frühjahr und im Herbst. Sie kann aber auch dann durch Teilung vermehrt werden.

Geerntet wird die Pflanze vor Beginn der Blüte und wird frisch oder getrocknet für Aufgüsse, Öle, Tinkturen und Cremes verwendet.

Hinweis: Man darf das Johanniskraut nicht essen und bei übermässigen Gebrauch verursacht sie eine Sonnenempfindlichkeit.

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Brennessel-Verbot seit 2010 in Frankreich

Brennessel-Verbot in Frankreich
In Frankreich sind wirklich Brennesseln verboten. Die Pharmaindustrie hat sie in Frankreich unter Verbot gestellt und eine Werbung oder Empfehlung steht unter Strafe und mit bis zu 75.000 euro und 2 Jahre Haft bestraft. Das muss man sich mal vorstellen 😦
Die Brennessel ist eine nützliche Pflanze für vielerlei Insekten, wie zum Beispiel dem Schmetterling. Auch für uns, denn eine Brennessel besitzt viel mehr Vitamin C, als eine Orange und besitzt viel mehr Eiweiss als Soja. Vielerorts hier wird die Brennesseljauche für die natürlich Düngung des Gartens genommen. Nun in Frankreich ist nun dies alles seit  2010 verboten.
Wollen wir mal hoffen, das es nicht auch in Deutschland soweit kommt. Ich hatte sowas auch mal von der Kamille gelesen, weiss jetzt auf die Schnelle nur nicht wo oder in welchem Buch. Aber da hat auch die Pharmaindustrie versucht die Kamille gesetzlich zu verbieten. Ich werde den Artikel heraussuchen und auch hier darüber in einem kleinen Beitrag berichten.

Römische Kamille – Chamaemelum nobile

Die römische Kamille gehört zu den beliebtesten Kräutertees.

Verwendet werden die Blüten und das Öl. Die Kamille wird innerlich verwendet bei Menstruationsbeschwerden, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Koliken und bei fiebrigen Erkrankungen. Das Öl darf in der Schwangerschaft nicht benutzt werden, weil es die Gebärmutter anregt.

Anbau & Ernte

Die Kamille ist eine winterharte Zierpflanze, die die volle Sonne liebt. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr und im Herbst. Die römische Kamille soll bei kümmernden Gartenpflanzen wahre Wunder bewirken, indem man sie daneben pflanzt.

Geerntet werden die Blüten im Sommer. Die Blüten werden getrocknet und für Aufgüsse, Flüssigkeitsextrakten und für Salben verwendet. Die getrockneten Blüten halten leider nur ein Jahr lang.

Warnhinweis: Eine häufige Berührung der Blüten kann Dermatitis ( entzündliche Reaktion der Haut) auslösen

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Knoblauchsrauke – Alliaria petiolata

Die Knoblauchsrauke ist ein Wildkraut mit vielen medizinischen Eigenschaften. Wenn die blätter in den Fingern zerreibt verströmt die Pflanze einen leichten Knoblaucgeruch.

Verwendet werden die Blätter und Stengel. die Knoblauchsrauke ist ein anregendes, infektionsbeseitigendes, heilungsförderndes, schleimlösendes und entzündungshemmendes Wildkraut.

Innerlich wird die Knoblauchsrauke verwendet bei Ekzemen, Asthma und Bronchitis. Äußerlich nimmt die Knoblauchsrauke gerne bei schlecht heilenden Hauptproblemen, Reinigung von eitrigen Wunden, Gicht, Rheuma, kleineren Verletzungen, Wurmerkrankungen oder aber bei Nervenschmerzen.

Anbau & Ernte

Die Knoblauchsrauke ist eine winterharte wildwachsende Pflanze. sie bevorzugt einen feuchten Boden in der Sonne, aber auch im Schatten. Die Knoblauchsrauke verbreitet sich sehr leicht durch Samen.

Geerntet werden die Blätter und Stengel vor der Blüte frisch oder getrocknet für Aufgüsse und Umschläge.

knoblauchsrauke

Waldmeister – Galium odoratum

Der Waldmeister gehört in die Familie der Labkräuter, wie z.B. das Klettenlabkraut.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Es ist ein zusammenziehendes, bitteres, harntreibendes und beruhigendes Wildkraut. Waldmeister verbessert die Leberfunktion, verringert die Blutgerinnung und löst Krämpfe.

Der Waldmeister wird innerlich verwendet bei Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Uterusentzündungen, Gelbsucht, Krampfadern und Hepatitis.

Anbau & Ernte

Der Waldmeister ist eine winterharte Zierpflanze die gut feuchten, aber entwässerten Boden mag. Er ist gut für den Schattengarten geeignet. Die Vermehrung erfolgt im Sommer durch Aussaat oder durch Teilung Herbst oder Frühjahr.

Der Waldmeister wird geschnitten, wenn er in voller Blüte steht. Es wird getrocknet verwendet für Aufgüsse und Extrakte.

Warnhinweis: Bei übermässigen Gebrauch kann Waldmeister sehr starke Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen.

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Moschusmalve – Malva moschata

Die Moschusmalve ist ein wenig schwächer in ihren Wirkungen, als ihre anderen Vertreter, wie z. B. die Wegmalve. Daher kann man sie gut als Ersatz nehmen.

Verwendet werden die Blüten, Blätter und die Früchte. Die Moschusmalve ist ein schleimiges, zusammenziehendes Wildkraut mit schleimlösender und entzündungshemmender Wirkung. Sie beruhigt das Gewebe.

Innerlich wird die Moschusmalve verwendet bei: Bronchitis, Husten, Halsinfektionen, Katarrh, Asthma, Emphysem und Gastritis. Äußerlich verwendet man die Moschusmalve bei: nässenden Ekzemen, Furunkeln, Insektenstichen und Abszessen. Sie wirkt leicht abführend.

Anbau & Ernte

Die Moschusmalve ist eine winterharte Zierpflanze und sie liebt einen gut entwässerten, kargen Boden. Sie bevorzugt Sonnenplätze aber auch den Halbschatten. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr oder im Herbst. Geerntet werden die Blätter und Blüten im Sommer. Man verwendet sie frisch für Kompressen oder auch getrocknet für Aufgüsse und Extrakte. Die Samenkapseln werden frisch verwendet.

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Echte Katzenminze – Nepeta cataria

Die wirkende Anziehung dieser Pflanze auf Katzen bestimmt eine Substanz: Actinidin. Es werden viele Katzenspielzeuge damit hergestellt. Im Handel heisst es meistens Catnip.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Katzenminze ist ein zusammenziehendes und kühlendes Kraut. Es wirkt fiebersenkend, krampflösend, schweissbildend und beruhigend.

Innerlich wird die Katzenminze verwendet bei, grippalen Infekten mit Fieber, Erkältungen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Herzklopfen, nervöse Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Magenverstimmung und Koliken.

Anbau & Ernte

Die Katzenminze ist eine winterharte Zierpflanze, die einen gut entwässerten, aber feuchten Boden liebt. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder Teilung im Frühjahr. Es können auch Kopf- oder Grünstecklinge im Frühjahr oder im Sommer genommen werden. Für eine 2te Ernte wird empfohlen die Pflanze stark zurückzuschneiden.

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Fenchel – Foeniculum vulgare

Die Fenchelsamen wurden im Mittelalter als Aromastoff und während der Fastenzeit gegen das Hungergefühl gekaut. Der Gewürzfenchel ist in der Mittelmeergegend weit verbreitet und der etwas bittere ist gewöhnlich in Mitteleuropa und Russland zu finden.

Verwendet werden die Blätter , Stengel, Wurzeln, Samen und das Öl. Der Fenchel ist ein süsses, aromatisches und harntreibendes Kraut. Es hilft bei Verdauungsstörungen, verstärkt den Milchfluss, lindert Entzündungen und löst Krämpfe.

Innerlich findet der Fenchel Verwendung bei Blähungen, Koliken, wenigen Milchfluss, Harnstörungen. Äusserlich wird er verwendet als Gurgel-und Mundwasser bei Zahnfleisch- und Halsentzündungen.

Anbau & Ernte

Fenchel ist eine Zierpflanze die bedingt winterhart bei kalten und feuchten Wintern ist. Fenchel samt sich auf den meisten Böden selbst aus. Die Blüten ziehen nützliche Insekten an, wie die Schwebfliegen, Tachinafliege und die Schlupfwespe, die sich von den Schädlingen ernähren.

Die Blätter werden in der Wachstumsphase gepflückt. Am zartesten sind die Blattenden im Frühjahr. Die Stengel werden nach Bedarf geschnitten. Die Wurzeln werden im Herbst geerntet und für Absude getrocknet. Unreife Samen werden im Sommer gesammelt und können so frisch verzehrt werden.

fenchel

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