Kamillentee

Der Kamillentee ist aus Haushalten gar nicht mehr wegzudenken.

Ein Teelöffel frische Kamillenblüten mit gut 1/4 l kochendem Wasser aufgiessen. Dann ca. für 5 Minuten ziehen lassen und danach abseihen. Getrunken werden kann er bei Übelkeit und Magenschmerzen. Man trinkt dann so an die 3 Tassen am Tag.

HINWEIS: Bei einem Dauergebrauch kann eine Bindehautentzündung , Unruhe oder Schwindel entstehen.

römische kamille

Gänseblümchen – Bellis perennis

Das Gänseblümchen hat eine lange Tradition. Man sagt, man soll es mit ungesalzener Butter auf  schmerzenden Stellen auftragen.

Verwendet werden die Blüten und die Blätter. Das Gänseblümchen ist ein krampflösendes Wildkraut. Es wird innerlich verwendet bei Husten. Äusserlich findet es Verwendung bei Verletzungen, Augenentzündungen, Quetschungen, Brüchen und Krampfadern.

Anbau & Ernte

Das Gänseblümchen ist eine winterharte Kulturpflanze. Ein regelmässiges entfernen der welken Blüten verlängert seine Blütezeit. Geerntet werden die Blüten und Blätter im Frühjahr bis Sommer. Die Blätter nimmt man frisch für Abkochungen und Salben. Die Blüten für Salben und Aufgüsse.

gänseblümchen

Blutweiderich – Lythrum salicaria

Der Blutweiderich wurde weit bis ins 19. Jh. gegen Cholera eingesetzt. Er hat eine lange Tradition in der europäischen Medizin.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Der Blutweiderich ist ein beruhigendes, antibakterielles, blutungsstillendes und harntreibendes Wildkraut. Innerlich wird er verwendet bei Scheidenausfluss, Blutungen, Durchfall, Typhus, Hepatitis, Ruhr, Cholera und bei einer verlängerten Monatsblutung. Äusserlich findet er Verwendung bei Augeninfektionen, Eiterflechten, Wunden und Ekzemen.

Anbau & Ernte

Der Blutweiderich ist eine winterharte Zierpflanze. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr und im Herbst. Der Blutweiderich wird während der Blüte geerntet und frisch verwendet, aber auch getrocknet für Aufgüsse und Absude.

blutweiderich01

Johanniskraut – Wundpflegeöl

Man nimmt einen Behälter aus Weissglas und füllt es bis zur Hälfte mit frischen Johanniskrautblüten. Dann füllt man das Glas mit Olivenöl randvoll. Danach deckt man das Gemisch mit einem Leinentuch ab. Am Fenster muss es dann 2-3 Wochen lang ziehen. Zwischendurch öfters umrühren. Nach gut 3 Wochen seiht man es ab und bewahrt es dunkel auf.

Man kann es verwenden bei Brandwunden, geschlossenen Wunden oder an Wundrändern und bitte beachten, das die Haut durch das Johanniskraut lichtempfindlicher wird.

HINWEIS: Vor der Anwendung oder dem Gebrauch immer einen Arzt oder Apotheker fragen!!!

johanniskraut (2)

 

Wiesenbärenklau – Heracleum sphondylium

Bei dieser Pflanze möchte ich vorab sagen, das es sehr schwierig ist sie von den anderen weissblühenden Umbelliferae zu unterscheiden. Viele von ihnen sind sehr giftig. Also ist beim Sammeln und Verzehr ein sehr grosses Risiko geboten. Im 16. Jh. wurde der Wiesenbärenklau bei Kopfschmerzen, schlechtem Gedächtnis und bei Unruhe verschrieben.

Die Gattung Heracleum ist nach Herakules benannt, der als erster ihre Heilkraft entdeckt haben soll.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Der Wiesenbärenklau ist ein aromatisches, beruhigendes, blutdrucksenkendes und schleimlösendes Wildkraut. Innerlich wird der Wiesenbärenklau verwendet bei Schwächezustand, Bronchitis und Kehlkopfkatarrh.

Anbau & Ernte

Der Weisenbärenklau ist eine winterharte Kulturpflanze, die keine Ansprüche an den Boden hat und die Sonne, aber auch den Halbschatten liebt. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr durch Aussaat.

Geerntet wird der Wiesenbärenklau vor der Blüte. Getrocknet wird er verwendet für Aufgüsse und Tinkturen.

HINWEIS: Bei Sonnenlicht ist der Wiesenbärenklau hautreizend!

wiesenbaerenklau

Johanniskraut – Hypericum perforatum

Um das Johanniskraut drehen sich viel Mythen und Legenden. Am 24.Juni, der Johannitag, werden seine Blüten über Bildern von religiösen Darstellungen angebracht. Es ist eine Pflanze mit grosser Heilwirkung. Johanniskraut hat ein rotes Pigment, das beim zerquetschen der Blüten heraustritt.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Johanniskraut ist ein bittersüsses, kühlendes, zusammenziehendes, nervenberuhigendes, entzündungshemmendes und heilungsförderndes Wildkraut.

Innerlich wird das Johanniskraut verwendet bei nervösen Spannungen, Wechseljahre, Angstzuständen, Bettnässen, Gürtelrose, Bindegewebsentzündung. Äusserlich wird es verwendet bei Verletzungen, Krämpfen, Verstauchungen, Quetschungen, Verbrennungen.

Anbau & Ernte

Das Johanniskraut ist eine winterharte Kulturpflanze. Sie liebt einen trockenen Boden, die Sonne aber auch den Halbschatten.Die Aussaat erfolgt im Frühjahr und im Herbst. Sie kann aber auch dann durch Teilung vermehrt werden.

Geerntet wird die Pflanze vor Beginn der Blüte und wird frisch oder getrocknet für Aufgüsse, Öle, Tinkturen und Cremes verwendet.

Hinweis: Man darf das Johanniskraut nicht essen und bei übermässigen Gebrauch verursacht sie eine Sonnenempfindlichkeit.

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Brennessel-Verbot seit 2010 in Frankreich

Brennessel-Verbot in Frankreich
In Frankreich sind wirklich Brennesseln verboten. Die Pharmaindustrie hat sie in Frankreich unter Verbot gestellt und eine Werbung oder Empfehlung steht unter Strafe und mit bis zu 75.000 euro und 2 Jahre Haft bestraft. Das muss man sich mal vorstellen 😦
Die Brennessel ist eine nützliche Pflanze für vielerlei Insekten, wie zum Beispiel dem Schmetterling. Auch für uns, denn eine Brennessel besitzt viel mehr Vitamin C, als eine Orange und besitzt viel mehr Eiweiss als Soja. Vielerorts hier wird die Brennesseljauche für die natürlich Düngung des Gartens genommen. Nun in Frankreich ist nun dies alles seit  2010 verboten.
Wollen wir mal hoffen, das es nicht auch in Deutschland soweit kommt. Ich hatte sowas auch mal von der Kamille gelesen, weiss jetzt auf die Schnelle nur nicht wo oder in welchem Buch. Aber da hat auch die Pharmaindustrie versucht die Kamille gesetzlich zu verbieten. Ich werde den Artikel heraussuchen und auch hier darüber in einem kleinen Beitrag berichten.

Römische Kamille – Chamaemelum nobile

Die römische Kamille gehört zu den beliebtesten Kräutertees.

Verwendet werden die Blüten und das Öl. Die Kamille wird innerlich verwendet bei Menstruationsbeschwerden, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Koliken und bei fiebrigen Erkrankungen. Das Öl darf in der Schwangerschaft nicht benutzt werden, weil es die Gebärmutter anregt.

Anbau & Ernte

Die Kamille ist eine winterharte Zierpflanze, die die volle Sonne liebt. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr und im Herbst. Die römische Kamille soll bei kümmernden Gartenpflanzen wahre Wunder bewirken, indem man sie daneben pflanzt.

Geerntet werden die Blüten im Sommer. Die Blüten werden getrocknet und für Aufgüsse, Flüssigkeitsextrakten und für Salben verwendet. Die getrockneten Blüten halten leider nur ein Jahr lang.

Warnhinweis: Eine häufige Berührung der Blüten kann Dermatitis ( entzündliche Reaktion der Haut) auslösen

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Knoblauchsrauke – Alliaria petiolata

Die Knoblauchsrauke ist ein Wildkraut mit vielen medizinischen Eigenschaften. Wenn die blätter in den Fingern zerreibt verströmt die Pflanze einen leichten Knoblaucgeruch.

Verwendet werden die Blätter und Stengel. die Knoblauchsrauke ist ein anregendes, infektionsbeseitigendes, heilungsförderndes, schleimlösendes und entzündungshemmendes Wildkraut.

Innerlich wird die Knoblauchsrauke verwendet bei Ekzemen, Asthma und Bronchitis. Äußerlich nimmt die Knoblauchsrauke gerne bei schlecht heilenden Hauptproblemen, Reinigung von eitrigen Wunden, Gicht, Rheuma, kleineren Verletzungen, Wurmerkrankungen oder aber bei Nervenschmerzen.

Anbau & Ernte

Die Knoblauchsrauke ist eine winterharte wildwachsende Pflanze. sie bevorzugt einen feuchten Boden in der Sonne, aber auch im Schatten. Die Knoblauchsrauke verbreitet sich sehr leicht durch Samen.

Geerntet werden die Blätter und Stengel vor der Blüte frisch oder getrocknet für Aufgüsse und Umschläge.

knoblauchsrauke

Waldmeister – Galium odoratum

Der Waldmeister gehört in die Familie der Labkräuter, wie z.B. das Klettenlabkraut.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Es ist ein zusammenziehendes, bitteres, harntreibendes und beruhigendes Wildkraut. Waldmeister verbessert die Leberfunktion, verringert die Blutgerinnung und löst Krämpfe.

Der Waldmeister wird innerlich verwendet bei Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Uterusentzündungen, Gelbsucht, Krampfadern und Hepatitis.

Anbau & Ernte

Der Waldmeister ist eine winterharte Zierpflanze die gut feuchten, aber entwässerten Boden mag. Er ist gut für den Schattengarten geeignet. Die Vermehrung erfolgt im Sommer durch Aussaat oder durch Teilung Herbst oder Frühjahr.

Der Waldmeister wird geschnitten, wenn er in voller Blüte steht. Es wird getrocknet verwendet für Aufgüsse und Extrakte.

Warnhinweis: Bei übermässigen Gebrauch kann Waldmeister sehr starke Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen.

waldmeister

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