Richtig räuchern

Wie man richtig Räuchert

Wenn die Kohle durchgeglüht ist, können, je nach Geschmack und Experimentierfreudigkeit, einzelne Substanzen ebenso wie fertige Räuchermischungen oder eigene Kreationen aus diversen Kräutern, Gewürzen und Harzen auf die Kohlenmulde bzw. glühende Holzkohle gegeben werden.

Das Räucherwerk wird mit einem kleinen Räucherlöffel, einem Teelöffel oder einer Pinzette oder Zange auf die Kohle aufgelegt, damit nicht zuviel von der Räuchermischung auf einmal auf die Glut kommt. Wenn zuviel Räucherwerk aufgelegt wird, kann die Glut ersticken, und außerdem ist die Rauchentwicklung evtl. zu stark, denn man möchte ja Räuchern und nicht Ausräuchern. Man dosiere also besser vorsichtig und lege lieber später wieder nach.

Zum Räuchern werden Harze, Hölzer, Wurzeln, getrocknete Blüten, Gewürze und Kräuter verwendet. Als Anhaltspunkt für das Maximum gilt ungefähr ein erbsengroßes Stück (Harz) bis hin zu einem halben Teelöffel (Kräuter), je nachdem wie konzentriert das Räucherwerk und wie groß der Raum ist. Nur wenig Harz genügt schon, um ein Zimmer mit einem angenehmen Duft zu erfüllen. Zu Anfang verwendet man besser erst einmal nur ein Harzkörnchen und höchstens eine Messerspitze Kräuter, um zu prüfen, wie stark es raucht und ob der Duft angenehm ist. Dann kann man bei Bedarf Nachlegen.

Der aufsteigende, starke und konzentrierte Rauch sollte nicht direkt inhaliert werden. Um den Geruch zu prüfen, zerwedelt man den Rauch am besten mit der Hand zu sich hin, ansonsten läßt man ihn in Ruhe aufsteigen. Viele Räucherstoffe riechen im Rauch erst einmal unangenehm, beißend oder nach verbrannten Pflanzen.

Das liegt daran, daß sie eben nicht reine Duftstoffe sind, sondern Pflanzenbestandteile und die anderen Substanzen eben mit verbrennen. Die Duftstoffe verbrennen zusammen mit dem Rest der Inhaltsstoffe, werden mit dem Rauch emporgetragen, kühlen langsam in der Luft ab, senken sich nach einer kleinen Weile in der Umgebung ab, verteilen sich und entfalten dann erst ihren eigentlichen Duft im Raum. Die Duftstoffe enthalten die psychoaktiven, körperlich und seelisch wirksamen Inhaltsstoffe des Räucherwerks, die über die Nase oder den Mund aufgenommen werden.

Man sollte daher nicht so schnell hintereinander verschiedene Düfte räuchern, sondern den letzten erst einmal eine Weile im Raum stehen lassen. Vor allem sollte man rasche Wechsel von Substanzen mit gegensätzlicher Wirkung vermeiden. Zwischendurch schadet auch ein kurzes Stoßlüften des Raumes nicht, z.B. vor dem Auflegen des nächsten Räucherstoffes.

Überhaupt sollte man vor und nach jeder Räucherung oder während einer längeren Räucherung gut lüften. Dann entfernt man die verbrannten Reste der vorherigen Räucherung von der Räucherkohle (bei größeren Kohlemengen wie Holzkohle ist das nicht erforderlich) und legt nach, sobald die Glut wiederkehrt (notfalls leicht anblasen).

Eine Räucherkohle glüht je nach Größe und Luftzufuhr zwischen einer halben und zwei Stunden, Holzkohle, je nach Menge, auch mehrere Stunden. So lange noch Glut vorhanden ist, kann damit auch geräuchert werden.

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