Johanniskraut – Hypericum perforatum

Um das Johanniskraut drehen sich viel Mythen und Legenden. Am 24.Juni, der Johannitag, werden seine Blüten über Bildern von religiösen Darstellungen angebracht. Es ist eine Pflanze mit grosser Heilwirkung. Johanniskraut hat ein rotes Pigment, das beim zerquetschen der Blüten heraustritt.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Johanniskraut ist ein bittersüsses, kühlendes, zusammenziehendes, nervenberuhigendes, entzündungshemmendes und heilungsförderndes Wildkraut.

Innerlich wird das Johanniskraut verwendet bei nervösen Spannungen, Wechseljahre, Angstzuständen, Bettnässen, Gürtelrose, Bindegewebsentzündung. Äusserlich wird es verwendet bei Verletzungen, Krämpfen, Verstauchungen, Quetschungen, Verbrennungen.

Anbau & Ernte

Das Johanniskraut ist eine winterharte Kulturpflanze. Sie liebt einen trockenen Boden, die Sonne aber auch den Halbschatten.Die Aussaat erfolgt im Frühjahr und im Herbst. Sie kann aber auch dann durch Teilung vermehrt werden.

Geerntet wird die Pflanze vor Beginn der Blüte und wird frisch oder getrocknet für Aufgüsse, Öle, Tinkturen und Cremes verwendet.

Hinweis: Man darf das Johanniskraut nicht essen und bei übermässigen Gebrauch verursacht sie eine Sonnenempfindlichkeit.

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Knoblauchsrauke – Alliaria petiolata

Die Knoblauchsrauke ist ein Wildkraut mit vielen medizinischen Eigenschaften. Wenn die blätter in den Fingern zerreibt verströmt die Pflanze einen leichten Knoblaucgeruch.

Verwendet werden die Blätter und Stengel. die Knoblauchsrauke ist ein anregendes, infektionsbeseitigendes, heilungsförderndes, schleimlösendes und entzündungshemmendes Wildkraut.

Innerlich wird die Knoblauchsrauke verwendet bei Ekzemen, Asthma und Bronchitis. Äußerlich nimmt die Knoblauchsrauke gerne bei schlecht heilenden Hauptproblemen, Reinigung von eitrigen Wunden, Gicht, Rheuma, kleineren Verletzungen, Wurmerkrankungen oder aber bei Nervenschmerzen.

Anbau & Ernte

Die Knoblauchsrauke ist eine winterharte wildwachsende Pflanze. sie bevorzugt einen feuchten Boden in der Sonne, aber auch im Schatten. Die Knoblauchsrauke verbreitet sich sehr leicht durch Samen.

Geerntet werden die Blätter und Stengel vor der Blüte frisch oder getrocknet für Aufgüsse und Umschläge.

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Echte Katzenminze – Nepeta cataria

Die wirkende Anziehung dieser Pflanze auf Katzen bestimmt eine Substanz: Actinidin. Es werden viele Katzenspielzeuge damit hergestellt. Im Handel heisst es meistens Catnip.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Katzenminze ist ein zusammenziehendes und kühlendes Kraut. Es wirkt fiebersenkend, krampflösend, schweissbildend und beruhigend.

Innerlich wird die Katzenminze verwendet bei, grippalen Infekten mit Fieber, Erkältungen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Herzklopfen, nervöse Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Magenverstimmung und Koliken.

Anbau & Ernte

Die Katzenminze ist eine winterharte Zierpflanze, die einen gut entwässerten, aber feuchten Boden liebt. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder Teilung im Frühjahr. Es können auch Kopf- oder Grünstecklinge im Frühjahr oder im Sommer genommen werden. Für eine 2te Ernte wird empfohlen die Pflanze stark zurückzuschneiden.

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Kümmel – Carum carvi

Der typische Kümmelduft kommt von dem Carvon, das aus bis zu 60% des ätherischen Öls in den Samen ausmacht. Verwendet werden die Blätter, wurzeln, Samen und das Öl. Es ist ein scharf aromatisches Kraut, das Darm-und Gebärmutterkrämpfe lindert und nebenbei noch hustenlösend wirkt.

In der Küche verwendet man die Blätter in Suppen und Salaten, weil sie einen recht milden Petersilien-Dill-Geschmack haben. die wurzeln werden als Gemüse gekocht. Gerade in der jüdischen und nord-und osteuropäischen Küche sind die Samen sehr beliebt. Als Gewürz wird es in Kuchen, Brot, Gulasch, Kohl, Käse und Schnaps verwendet.

In der Medizin soll es innerlich bei Verdauungsstörungen, Blähungen, Koliken, Leistenbruch, Magengeschwür, Durchfall, Menstruationskrämpfen und Bronchitis helfen. Äusserlich wird es zum gurgeln bei einer Kehlkopfentzündung angewendet. Beigemischt wird es unter anderem in Abführmittel und anderen Heilmitteln die zur Linderung von Bauchschmerzen beitragen. Das Kauen der Samen hilft schnell bei einer Magenverstimmung.

kümmel

Es ist eine winterharte Kulturpflanze, die eine gut entwässerten Boden in praller Sonne liebt. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr oder im Frühherbst. Bei kaltem Klima ist es möglich, das die Saat im Frühjahr nicht reif wird. Die Blüten ziehen schädlingsbekämpfende Schlupfwespen an.

Blätter und Wurzeln werden frisch geerntet und als Gemüse verarbeitet. die Samen erntet man reif und trocknet ihn für Aufgüsse und Tinkturen. Das Öl dient als Speisewürze.

Kornblume – Centaurea cyanus

Bis in die zwanziger Jahre waren Kornblumen ein weit verbreitetes „Unkraut“ in den Kornfeldern. Durch die moderne Landwirtschaft sind sie heute viel seltener geworden.

Verwendet werden die Blüten. Es ist ein zusammenziehendes und entzündungshemmendes Kraut. Es wird äusserlich bei Hornhautgeschwüren, Bindehautentzündungen, Mundgeschwüren und kleineren Wunden verwendet.

Anbau & Ernte

Die Kornblume ist eine winterharte Zierpflanze, die einen entwässerten Boden und die Sonne liebt. Die Vermehrung durch Aussaat erfolgt im Herbst oder Frühjahr. Die Blüten werden nach dem Öffnen geschnitten und als Ganzes oder aber auch nur die Blätter getrocknet.kornblume

Klatschmohn – Papaver rhoeas

Der Klatschmohn enthält verschiedene Alkaloide und ein rotes Pigment. Die Samen sind alkaloidfrei und für kulinarische Zwecke geeignet. Sie werden in der ayurvedischen Medizin bei Verdauungsstörungen eingenommen.

Verwendet werden die Blüten und die Samen. Es ist ein süsses, zusammenziehendes, beruhigendes Kraut. Es lindert Schmerzen, löst Krämpfe und hat eine schleimlösende Wirkung.

Innerlich wird es verwendet bei Husten, Schlaflosigkeit, schlechter Verdauung und bei kleineren Schmerzzuständen.

Anbau & Ernte

Der Klatschmohn verbreitet sich schnell wild durch seine Samen. Geerntet werden die Blütenblätter, wenn sich die Blüte öffnet. Dann werden sie getrocknet und in Aufgüssen oder Sirups verwendet.

klatschmohn

Kleiner Odermennig – Agrimonia eupatoria

Der Odermennig war mal ein sehr wichtiges Wundkraut. Er ist heute noch Bestandteil von einem französischen Kräuterwasser, das man bei verschiedenen Beschwerden verwendet.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Der Odermennig ist ein zusammenziehendes, stärkendes, blutstillendes, entzündungshemmendes Kraut.

Innerlich wird der Odermennig bei Kolitis, Ruhr, Nahrungsmittelallergie, Durchfall, Gallensteinen, Blinddarmreizungen, Inkontinenz, Zystitis und Rheuma verwendet. Äusserlich findet er Verwendung bei Halsschmerzen, Bindehautentzündungen, Hämorrhoiden, Verletzungen und chronischen Hautbeschwerden.

Anbau & Ernte

Der Odermennig ist eine winterharte Kulturpflanze. Die Vermehrung erfolgt durch Samen im Frühjahr. Für die Ernte wird der Odermennig in der Blüte geschnitten. Ähren die schon eine Samenschale entwickelt haben, sollte man meiden. Getrocknet wird das Kraut für Aufgüsse und Tinkturen.

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