Blutweiderich – Lythrum salicaria

Der Blutweiderich wurde weit bis ins 19. Jh. gegen Cholera eingesetzt. Er hat eine lange Tradition in der europäischen Medizin.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Der Blutweiderich ist ein beruhigendes, antibakterielles, blutungsstillendes und harntreibendes Wildkraut. Innerlich wird er verwendet bei Scheidenausfluss, Blutungen, Durchfall, Typhus, Hepatitis, Ruhr, Cholera und bei einer verlängerten Monatsblutung. Äusserlich findet er Verwendung bei Augeninfektionen, Eiterflechten, Wunden und Ekzemen.

Anbau & Ernte

Der Blutweiderich ist eine winterharte Zierpflanze. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr und im Herbst. Der Blutweiderich wird während der Blüte geerntet und frisch verwendet, aber auch getrocknet für Aufgüsse und Absude.

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Brennessel – Urtica dioica

Die Brennessel ist eine Faserpflanze, die von der Bronzezeit bis ins frühe 20. Jahrhundert zur Herstellung von Textilien verwendet wurde. Sie enthält viele Vitamine, besonders das Vitamin A und C, sowie Mineralien wie Eisen, Histamin und Serotonin.

Verwendet wird die ganze Pflanze, besonders die Blätter. Es ist ein zusammenziehendes, harntreibendes, stärkendes, blutstillendes Kraut, das Giftstoffe ausspült und leicht blutdruck- und blutzuckersenkend wirkt. Innerlich wird sie verwendet bei, Anämie, Blutungen, Hämorrhoiden, Arthritis, Rheuma, Gicht und Hautleiden.

Äusserlich wird sie verwendet bei, arthritischen Schmerzen, Gicht, Ischias, Neuralgien, Hämorrhoiden, Haut- und Kopfproblemen, Verbrennungen, Insektenstichen und bei Nasenbluten.

In der Küche werden die jungen Blattspitzen wie Spinat gekocht und für Suppen püriert. Die Blätter werden getrocknet als Tee verwendet.

brennessel

Baldrian – Valeriana officinalis

Baldrian wurde bereits in 4. Jahrhundert v. Chr. von Hippokrates verwendet. Die Zusammensetzung des Baldrians ist bis heute nicht ganz erforscht. Die Wurzeln enthalten Iridoide, die auf das Nervensystem beruhigend wirken.

Verwendet werden die Rhizome, Wurzeln und das Öl. Es ist ein bitteres, beruhigendes und wärmendes Kraut, das einen leichten Moschusduft verströmt. Es wirkt krampflösend, verdauungsfördernd, schmerzstillend und blutdrucksenkend.

Innerlich wird es bei Schlaflosigkeit, Hysterie, Angstzuständen, Krämpfen, nervöse Verdauungsstörungen, Bluthochdruck und bei Menstruationsbeschwerden eingenommen. Übermässige Einnahme führt zu Kopfschmerzen, Herzklopfen, und Benommenheit. langfristiger Gebrauch kann zur Sucht führen. Es darf nicht bei Leberleiden eingenommen werden.

Äusserlich wirkt es bei Ekzemen, Geschwüren und kleineren Verletzungen. Es soll sehr geeignet für kühler, nervöser Disposition sein.

Anbau & Ernte

Baldrian ist eine winterharte Zierpflanze die eine feuchten Boden, Sonne oder Schatten liebt. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr. Für ein stärkeres Wachstum der Rhizome muss die Blüten regelmässig abschneiden.

Geerntet werden die Rhizome und Wurzeln im 2ten Jahr, nach dem Absterben der Blätter. Es wird alles frisch verarbeitet für Absude, Tinkturen, Aufgüsse, Flüssigkeitsextrakte oder zur Öldestillation verwendet.

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Alant – Inula helenium

Verschiedene Arten werden in der Medizin und auch als Färberpflanze verwendet. Der Alant ist in der ayurvedischen Medizin hoch geschätzt und wird als lungenstärkendes und schmerzstillendes Mittel verwendet. Der Alant enthält bis zu 44% Inulin, das wenig Nährwert enthält  und Zuckerkranken oft als Süßstoff empfohlen wird.

Verwendet werden die Wurzeln, Blüten und das Öl. Er ist ein bitteres, aromatisches, Kraut mit schleimlösender und harntreibender Wirkung. Er löst Krämpfe, ist entzündungshemmend und verstärkt die Schweißbildung. Sehr wirksam gegen bakterielle und Pilzinfektionen, sowie als Blutreinigungsmittel. Er entzieht Gifte und regt das Immun- und Verdauungssystem an.

Innerlich wird er verwendet bei Bronchitis, Heuschnupfen, Reizhusten, Asthma, Tuberkulose, Pleuritis, Katarrh und schlechter Verdauung. Er darf nicht bei einer Schwangerschaft eingenommen werden. Äusserlich wird er manchmal bei einer Waschung bei Hautentzündungen und Krampfadergeschwüren verwendet, aber es muss mit Vorsicht gemacht werden, da er allergische Reaktionen verursachen kann.

Anbau & Ernte

Der Alant ist eine winterharte Zierpflanze. Er liebt einen feuchten Boden und die volle Sonne. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung im Frühjahr und im Herbst. Geerntet werden die Wurzeln im Herbst und zu Öl destilliert. Zur Herstellung von Extrakten und Sirup wird er frisch verwendet. Für Absude, Flüssigkeitsextrakten, Puder und Tinkturen wird er getrocknet. Die Blüten werden bei ganzer Öffnung gepflückt.

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Andorn – Marrubium vulgare

Der Andorn enthält kräftigende, schleimlösende Substanzen. Schon im alten Ägypten war er ein Mittel gegen Husten. Auch als Bier lässt die Pflanze sich brauen.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Der Andorn ist ein bitteres, antiseptisches, schleimlösendes, entzündungshemmendes und krampflösendes Kraut. Es erhöht die Schweißbildung, fördert den Gallenfluss und wirkt beruhigend aufs Herz.

Innerlich findet er Verwendung bei Bronchitis, Asthma, Katarrh, Husten Erkältungen, Keuchhusten, Leberbeschwerden, typhusartigem Fieber, Gallenbeschwerden und Herzunruhe. Äusserlich bei kleinen Verletzungen und Hautausschlägen.

Anbau & Ernte

Der Andorn ist eine winterharte Kulturpflanze. Er liebt die Sonne. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr oder durch Grünstecklinge im Sommer. Für die Ernte schneidet man die Pflanze in der Blüte ab und die geernteten Teile verwendet man entweder frisch oder getrocknet für Hustenmischungen, Pastillen, Aufgüsse, Flüssigkeitsextrakte, Puder oder Sirups.

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Beifuss – Artemisia vulgares

Der Beifuß stand bei den Angelsachsen und den Druiden ganz hoch im Kurs, weil es eines der neun Kräuter war, das gegen Unheil und Gifte wirksam war. Beifuß gilt als Mutter der Kräuter und wurde mit Hexenkünsten und fruchtbarkeitsritualen in Verbindung gebracht. Ein Glaube, das die Pflanze müden Füssen wieder auf die Sprünge hilft war weit verbreitet.

Verwendet werden die Blätter. Beifuß ist ein bitteres und kräftigendes Kraut.. Es wirkt als Verdauungsanreger und als Nerventonikum, sowie harntreibend und erhöht die Schweißbildung. Anregend wirkt es auf die Gebärmutter und vertreibt Würmer.

Innerlich wird es verwendet gegen Depressionen, Ruhr, Wurmbefall und Menstruationsbeschwerden.

Anbau & Ernte

Der Beifuß ist eine winterharte Zierpflanze. Er liebt die volle Sonne.

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