Marburger erforscht Heilpflanzen in Afghanistan

Pharmazeut dokumentiert traditionelles Wissen der Bevölkerung

Der Marburger Pharmazeut Professor Dr. Michael Keusgen erforscht Heilpflanzen in Afghanistan und das traditionelle Wissen der Bevölkerung über deren medizinische Verwendung. Dieses Wissen dokumentiert er, um es der Allgemeinheit und der Pharmazie für die Entwicklung von Medikamenten zugänglich zu machen.

Eine Forschungsreise führte Keusgen, der seit vielen Jahren zu Heilpflanzen entlang der historischen Seidenstraße arbeitet, kürzlich in den Nordosten Afghanistans in den Distrikt Yarwan in der Provinz Badakhshan. Dort leben auf über 3.000 Metern Höhe überwiegend Nomaden. In dem nur zu Fuß erreichbaren Dorf Shingan an der Grenze zu Tadschikistan wächst unter anderem eine Zwiebelpflanze, die medizinisch wirksame Schwefelverbindungen enthält. Die Einheimischen sammeln im Frühjahr die frischen Blätter der Pflanze, um sich nach den langen, harten Wintern im Hochgebirge zu kräftigen. Forschern ist die Pflanze unter dem wissenschaftlichen Namen „Allium darwasicum“ bekannt. Dass es sie überhaupt in Afghanistan gibt, hat Keusgen erstmals dokumentiert.

weiterlesen auf: https://www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2013c/keusgenafghanistan

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